NRW hacken – der #NRWHack 2017 im Rückblick

Am 03. und 04.11. war es wieder soweit: der #NRWHack 2017 – veranstaltet vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie von Open.NRW – hat im Haus der Universität in der Düsseldorfer Innenstadt stattgefunden. Unter dem Motto „G(e)o For it!“ stand der Hackathon dieses Jahr im Zeichen von Geo- und Mobilitätsdaten. Der Freitag wurde daher auch als Geodaten-Freitag bezeichnet und entsprechend wurden einige Sessions zu Geodaten angeboten.

TAG 1

Zum Auftakt der Veranstaltung begrüßten Christoph Dammermann (Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation,
Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen) sowie der CIO des Landes Nordrhein-Westfalen Hartmut Beuß die Anwesenden und führten in die Veranstaltung und deren Ablauf hin.

Im Anschluss starteten direkt die ersten Sessions. Damit war auch direkt eine schwierige Entscheidung verbunden: Informiert man sich über neue Geodatenquellen oder doch eher über den Stand offener Mobilitätsdaten in NRW?! Gelandet beim zweiten Thema ging es sowohl um OpenData wie auch OpenService der Verkehrsverbünde und einem Ausblick auf Echtzeitdaten, welche in Zukunft bereitgestellt und über APIs abgefragt werden können. Zudem gab es einen Blick auf die Daten und deren Veröffentlichung aus der Datencommunity mit dem klaren Votum, diese Daten ohne Lizenzvorgaben zur freien Verwendung zu veröffentlichen. Zum Abschluss der Session gab es Informationen zum OpenData-Bereich der Deutschen Bahn sowie deren Portalen und APIs. Auch diese Dienste sollten und konnten gewinnbringend in die Projekte eingebracht werden. Am Ende dieses Artikels finden sich die Links zu allen Datenportalen sowie APIs gesammelt.

Das anschließende Geodaten-Bootcamp führte Interessierte in die Welt der Geodaten und deren Verarbeitung anhand von Praxisbeispielen ein. Es wurde beispielsweise die Software QGIS dazu verwendet, Geo(basis)daten einzulesen und mit weiteren Daten anzureichern, um beispielsweise Standpunkt von Gebäuden oder Haltestellen einzuzeichnen, diese mit Umkreisen zu versehen und somit Mehrwerte aus Rohdaten zu schaffen, die beispielsweise für die eigene oder städtische Mobilitätsplanung genutzt werden können. Zudem wurden erneut die Copernicus-Daten thematisiert, die kostenfrei zur Verfügung stehen und vielfältig genutzt werden können und im besten Fall auch beim Hackathon Verwendung finden sollten.

Wie für einen Hackathon üblich, fanden sich die ersten Teams mit ersten Ideen bereits am Freitag zusammen. Teilweise gingen die Arbeiten an den Projekten auch schon los. Dafür war eine eigene Session am späten Nachmittag geplant: der Ideenraum NRWHack 2017.

Die letzte Session „Starting Up!“ widmete sich schließlich der Gründung von Start Ups, was dabei zu beachten ist und welche Fördermaßnahmen sowie -gelder dafür an welchen Stellen beantragt werden können. Dr. Klemans Gaida in Doppelfunktion (Digital Innovation Hub Düsseldorf/Rheinland GmbH; 1stMOVER Management GmbH) sowie Sebastian Sooth (DB mindbox) zeigten Möglichkeiten zur Gründung, Förderung und Verstetigung von Start Ups auf, berichteten dabei auch aus der Praxis und Erfolgen sowie Mißerfolgen von Teilnehmern. Einen Praxisbericht aus der Sicht eines geförderten Start Ups lieferte Stephan Leppler (MotionTag) und beschrieb dabei insbesondere den Weg durch die Förderungsmaßnahme und was danach kam. Alle Beteiligten waren sich darüber einig, dass eine gute Idee zusammen mit Herzblut, dem Glauben an die eigene Idee und der Konzentration auf diese Unternehmung (und nicht als Idee nebenbei) die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche und nachhaltige Gründung darstellen.

Der Ausklang des Tages wurde gemütlich im Foyer des Hauses der Universität begangen, bevor es dann mit dem Pitchen von Ideen und dem Hacken am Samstag weitergehen sollte. Neben Snacks, Getränken und regem Austausch zwischen den Beteiligten konnten für das Feedback zum Freitag Karten auf ein Post geklebt werden. Das Feedback sowie die Stimmung waren sehr gut und machten Lust auf einen zweiten Tag voller Geodaten, Ideen, Gesprächen und Zeit für die Arbeit an den Projekten.

TAG 2

Am Samstag haben sich zwei Mitglieder des OK Labs Düsseldorf (Agnes und Tobias) einer spannenden Idee, vorgestellt von Maurice Schleußinger, angeschlossen. Es geht darum das Erlebnis Bahnfahren durch den Einsatz von Chaträumen zu verbessern. Die Chaträume werden für jede Bahn / jeden Zug einzeln angelegt, d.h. man kann sich in einen Chatraum/eine Bahn einloggen, wenn man mit dieser Bahn fahren möchte. Durch die Unterhaltungen und Updates im Chatraum kann man frühzeitig informiert werden, ob sich die Bahn verspätet, ob es sehr voll ist, ob es noch Kaffee im Bistrowagen gibt etc. Zudem kann man den Chatraum nutzen um mit den Menschen in der Bahn zu interagieren. Man kann nach jemandem suchen, der gerne plaudern möchte oder ein Spiel während der Fahrt spielen möchte. Das besondere an dieser Idee ist, dass nicht nur die Daten aus der DB API einfließen und Echtzeitinformationen liefern, sondern auch die Menschen, die in der Bahn sitzen Informationen mit allen Mitfahrern teilen können. Eine kurze Live Demo und ein Mockup konnten rechtzeitig bis zur Präsentation am Abend fertiggestellt werden:

Mit diesem Projekt haben wir es auch auf Platz 2 des diesjährigen Hackathons #NRWHack geschafft:-)


Insgesamt können wir sagen, dass es zwei ganz tolle Tage waren an denen wir zusammen gelernt, entwickelt und genetworked haben. Auch konnten wir den #NRWhack dafür nutzen uns mit anderen OK Labs auszutauschen. Wenn ihr euch auch für Themen wie Offene Daten, Digitalisierung und Bürgerbeteiligung interessiert, dann schaut einfach bei unseren Feierabendsessions vorbei oder schreibt uns über MeetUp an. Alle Kontakte aus dem Düsseldorfer OK Lab findet ihr unter Team auf diesem Blog verlinkt.

Nicht zu vergessen hier noch unser Wir-Waren-Dabei-Selfie zusammen mit Alice 🙂


Links zu den vorgestellten APIs und Portalen

Verkehrsverbünde
Deutsche Bahn
Geo(basis)daten
 
tobi

tobi

 

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