Welche Daten brauchen wir in Düsseldorf?

Beim OK Lab Düsseldorf Treffen im August 2017 haben wir als Community die Gelegenheit bekommen unsere Wünsche bezüglich Open Data vorzubringen. Alice Wiegand, die neue und erste Projektleiterin Open Data in der Stadtverwaltung Düsseldorf, hat sich an das OK Lab gewandt, um zu erfahren, was wir uns denn von der Stadt wünschen.

Bei einem gemeinsamen Brainstorming sind einige Ideen zusammengekommen. Der Community zufolge sollten die auf dem Flipchart abgebildeten Daten eine hohe Priorisierung haben, aber noch keine finite Auflistung offener Daten darstellen. Alice war ganz begeistert von diesen Vorschlägen. Sie hat sofort Potenzial und Anknüpfungspunkte für die Realisierung gesehen und mit den Anwesenden diskutiert. Die Ideen und Alice‘ Kommentare habe ich hier für euch zusammengefasst.

Haushaltsdaten

Community: Transparenz ist gewünscht.

Alice: Bei diesem Thema braucht man viel Überzeugungsarbeit. Hier kommen viele Frage auf, wie z.B.: Was will ich für Daten? Wie sollen diese aufbereitet sein? Es ist mit Widerständen aus der Verwaltung zu rechnen. Von Vorteil ist es, wenn man andere Kommunen als Vorreiter in diesem Themenbereich benennen kann.

Gebühreninformationen

Community: Die Community wünscht sich, dass Gebührentransparenz hergestellt wird. Was kostet wieviel? Gebühren für einen neuen Personalausweis, Gebühren für die Müllabfuhr, etc. Diese Daten sollen auch in maschinenlesbarer Form vorliegen (JSON, CSV).

Alice: Ein Problem stellt sich schon hier alleine durch die nicht vorhandenen einheitlichen Bezeichnungen für gleiche Dienstleistungen (z.B. Kopie, Vervielfältigung, …). Eine überregionale Transparenz könnte damit nicht geschaffen werden.

Vorhandene Daten systematisieren

Community: Es gibt bereits verschiedene Veröffentlichungen der Stadtverwaltung. So sind beispielsweise die Ratsinformationen der Stadt als PDF zugänglich. Hier wäre es sinnvoll die Daten ebenfalls zusätzlich in maschinenlesbarer Form online zugänglich zu machen.

Alice: Vorhandene Daten in eine andere Form zu bringen, sieht Alice als einen guten Start. Hier stellt sich natürlich die Frage, was gibt es denn bereits alles schon in Düsseldorf an zugänglichen Informationen?

Spielplatzkataster, Rentnerkataster, Jugendkataster, etc.

Community: Öffnungszeiten und Ausstattung als zusätzliche Informationen. Gibt es z.B. ein angegliedertes Café? Diese zusätzlichen Informationen können Entwickler nutzen, um Apps zu erstellen und weitere Funktionen wie Bewertungen oder Beanstandungen der Nutzer zu erfragen und so für mehr Transparenz zu sorgen. Die Stadt bietet vieles an, aber man hat kaum gebündelte Informationen, um sich einen Überblick über die verschiedenen Angebote zu machen.

Alice: Dieses Thema bezeichnet Alice als eine sehr schöne Idee für ein erstes Open Data Projekt. Es kann Transparenz schaffen und verbessert die Lebensqualität in der Stadt, da es um die Freizeit der Düsseldorfer geht. Informationen auch zu den Sportstätten (Adressen und Kontakt) wären in gebündelter Form sehr hilfreich.

Luftverschmutzungsdaten

Community: Die Luftverschmutzungsmessungen werden häufig von der Community selbst in die Hand genommen. Schon einige OK Labs in Deutschland haben mit eigenen Sensoren Datenmesspunkte aufgestellt und öffentlich gemacht. Begonnen haben damit die Stuttgarter und stellen ihre Luftdaten als Map zur Verfügung.

Alice: Hier müsste überlegt werden, wie man die Community dabei unterstützen kann.

Knöllchenverteilung nach Stadtteilen

Community: Anhand dieser Daten wäre es möglich eine Knöllchenwahrscheinlichkeit zu berechnen und dies als App oder Website zur Verfügung zu stellen. Dies soll es bereits in einer anderen Stadt geben.

Alice: Mit diesem Vorschlag kann man konkret arbeiten. Moers ist hier ein Vorreiter. Die Stadt hat bereits Knöllchendaten mit Tatbestand veröffentlicht. Das könnte man in Düsseldorf auch ausprobieren.

Fahrradwegenetz

Community: Es gibt Daten zu Fahrradampeln sowie zu Unterbrechungen, aber nicht als Open Data.

Alice: Das ist ein sehr spannendes Thema. Das Fahrradnetz ist NRW weit erschlossen. Hier muss geschaut werden, wie man die Daten für Düsseldorf transparenter und zugänglicher machen kann.

Lärmkarte

Community: Lärmkarten mit Werten über 75 db wären interessant. In Köln z.B. hört die Messskala bei dem Richtwert >75 db einfach auf. Laut einer Lautstärke-Übersicht von Welt.de entspricht 70 db der Lautstärke eines Fernsehers oder eines Rasenmähers. Dies kann an Flugzeugschneisen oder vierspurigen Straßen kaum der Realität entsprechen.

Alice: Vorreiter in diesem Bereich wären hilfreich. Wie die Stadt dies unterstützen kann, ist unklar. Die Idee an sich ist aber sehr interessant.

 

Die vielen Ideen der Community sind auf positives Feedback der Projektleiterin Open Data, Alice Wiegand, gestoßen. Insbesondere ist uns auch gemeinsam klar geworden, dass es bereits einiges an Daten gibt, die man frei nutzen kann. Probleme bereiten eher die Auffindbarkeit und die Form der Daten. In regionalen Übersichten oder auf einzelnen Webseiten von Verwaltungen und Organisationen schlummern Daten, die gebündelt auf dem Open Data Portal einen deutlichen Mehrwert bieten würden.

Genau diese Daten wollen wir nun finden. Bei unserem nächsten Treffen geht es darum online zugängliche Daten der Stadt Düsseldorf zusammenzubringen. Was haben wir bereits an Daten? Wo scheitert es vielleicht nur am Format? Wie kann man die Daten abrufen? Etc. Ihr habt schon Ideen im Kopf und könnt uns dabei helfen? Oder ihr wisst selber noch nicht was es gibt und interessiert euch dafür gemeinsam mit uns dieses Ziel zu verfolgen? Dann kommt gerne zum nächsten OK Lab Treffen am 19. Oktober 2017 in Düsseldorf im wunderschönen Factory Campus. Wir freuen uns auf euch!

 

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