Was brauchen wir als Coding-Community?

Um ehrlich zu sein: die Düsseldorfer Coding-Community ist noch sehr klein und scheint ziemlich unbekannt. Wenn neue Leute zu unseren Treffen dazukommen, frage ich gerne mal nach, wie sie denn auf das OK Lab Düsseldorf gekommen sind und wie sie von uns erfahren haben. Die meisten geben an, dass sie im Internet nach offenen Daten und Düsseldorf recherchiert haben. Heißt also für uns, dass die Reichweite unseres Blogs, MeetUps, Twitter-Accounts etc. sich bisher noch nicht effizient genug viral verbreitet. Ich gehe davon aus, dass es in Düsseldorf mehr Menschen gibt, die sich für das Thema Open Data interessieren und wahrscheinlich auch an unseren Treffen teilnehmen würden, wenn sie denn wüssten, dass es uns gibt. Dieser Idee stimmt Alice Wiegand, die neue Projektleitern Open Data der Stadt Düsseldorf, zu und hat uns beim letzten MeetUp gefragt wie die Stadt Düsseldorf die Coding–Community unterstützen kann.

Für ein gemeinsames Brainstorming mit Alice Wiegand haben wir die Frage wie folgt formuliert:

Was brauchen WIR als Coding-Community?

Hackathons

Das Veranstalten gemeinsamer Hackathons würde mehr Aufmerksamkeit generieren und zudem tolle Open Data Projekte fördern. So ein Hackathon könnte einmal im Jahr in Kooperation mit der Stadt in den Räumlichkeiten von VHS, FH oder der Uni stattfinden. Das Ansprechen verschiedener Zielgruppen wie Schüler oder Studenten oder die Vorgabe von Themen (z.B. Energieverbrauch), die gemeinsam bei einem Hackathon erarbeitet werden sollen, könnten das Thema Open Data greifbarer und konkreter machen.

Wettbewerbe mit einem Städte-Battle könnten auch interessant sein. Solche Wettbewerbe sollten mit nachhaltigen Preisen gekürt werden. Der Gewinn bei einem Open Data Wettbewerb sollte darauf ausgerichtet sein, das entstandene Projekt nachhaltig zu fördern. Möglichkeiten wären z.B. Cloud-Hosting, Gründungscoaching, Anschubfinanzierung, etc.

Kooperation mit Schulen

Die Zusammenarbeit mit Schulen könnte von der Stadt und dem OK Lab gefördert werden. Schulen könnte ein konkreter Datensatz zur Verfügung gestellt werden – Anreize könnten durch einen Wettbewerb unter den Schulen geschaffen werden.

Dabei sollten vor allen die Interessen und die zu bearbeitenden Fragestellungen die Zielgruppe interessieren. Was wollen die Schüler heute wissen und woran wollen sie mitgestalten? Welche Datensätze könnten die passenden Informationen bereitstellen? Es sollte auf keinen Fall an den Interessen der Schüler vorbeigehen und auch auf tatsächliche Informationsbedürfnisse geachtet werden.

Sponsoren für Technik

Ein Anreiz selbst Daten, wie Luftverschmutzungsdaten, zu erheben würde die monetäre Unterstützung von Unternehmen und anderen Einrichtungen in der Stadt darstellen. In Stuttgart werden Spenden erbeten für die Luftdatensensoren, die das OK Lab vor Ort installiert und die Community bei der Installation unterstützt.

Interesse – Von Allen!

Für viele scheint das Thema Open Data nur Informatikern und Programmierern vorbehalten zu sein, aber dabei können offene Daten uns allen dabei helfen die Stadt transparenter zu machen, uns durch mehr relevante Informationen bei Entscheidungen zu unterstützen oder durch die Verarbeitung in Apps das Leben zu vereinfachen. Also haben wir uns gefragt, wie wir das Interesse von allen wecken können? Unsere Ideen sind:

  • Durch konkrete Themen/ Projekte die gemeinsam angegangen werden. Hier ist wichtig sich die Frage zu stellen – Gibt es hier einen Informationsbedarf oder ist das Thema nur künstlich erschaffen und interessiert eigentlich niemanden?
  • Durch Coding-Workshops / Weiterbildung. Wir als OK Lab können unser Wissen miteinander teilen. Wie mache ich eine Webseite? Wie erstelle ich ein kleine Map-Visualisierung? Wie bereite ich Daten als CSV oder JSON auf? Etc. Hierzu könnte man spezielle Themenabende veranstalten und gemeinsam auf Basis von offenen Daten auch kleine Projekte in der Community erstellen.
  • Durch Vorträge: Thematische Vorträge, wie beim Treffen im Mai zum Social Bot oder im August, bei dem Alice Wiegand den Fortschritt der Open Data Projektgruppe in Düsseldorf präsentiert hat. Vorträge können Interesse wecken und weitere Personen auf das OK Lab aufmerksam machen.
  • Durch Online-Tutorials: Nicht alle möchten „vor die Tür“ gehen, um mit offenen Daten zu arbeiten. Für diejenigen, für die das Visualisieren oder Programmieren Neuland ist, könnte man die Vorträge und Schulungen online stellen.

Eigene GitHub-ähnliche Umgebung

Vereinzelte Projekte, die einen größeren Bedarf an Server- und Speicherplatz haben, müssen verwaltet werden. Dies hängt mit meist geringen Kosten zusammen. Eine Übernahme der Kosten durch die Stadt oder Unternehmen in der Stadt wäre bei der Entwicklung neuer Projekte hilfreich.

Kompetente Ansprechpartner in der Verwaltung

Informationen sollen zur Verfügung stehen und aktuelle Informationen auch über diverse Social-Media-Kanäle geteilt werden.

 

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